Homeoffice-Pauschale 2026: Das musst du wissen
Die Homeoffice-Pauschale wurde 2023 dauerhaft eingeführt und verbessert. So nutzt du sie optimal für deine Steuererklärung.
Was ist die Homeoffice-Pauschale?
Die Homeoffice-Pauschale ist ein Pauschbetrag, den du für Tage absetzen kannst, an denen du von zu Hause arbeitest. Du brauchst dafür kein separates Arbeitszimmer – der Küchentisch reicht aus.
Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale?
- 6 Euro pro Tag im Homeoffice
- Maximal 210 Tage pro Jahr
- Höchstbetrag: 1.260 Euro pro Jahr
Was zählt als Homeoffice-Tag?
Ein Homeoffice-Tag liegt vor, wenn du:
- Ausschließlich zu Hause arbeitest
- Oder nur kurz (z.B. für eine Besprechung) im Büro bist
Nicht als Homeoffice-Tag zählt: Wenn du den überwiegenden Teil des Tages im Büro oder beim Kunden verbringst.
Homeoffice-Pauschale vs. Pendlerpauschale
An einem Homeoffice-Tag kannst du nicht gleichzeitig die Pendlerpauschale absetzen – es gilt entweder/oder.
Was lohnt sich mehr?
- Kurzer Arbeitsweg (unter 15 km): Homeoffice-Pauschale ist oft besser
- Langer Arbeitsweg (über 20 km): Pendlerpauschale ist meist höher
Rechenbeispiel
Bei 25 km Entfernung und 5-Tage-Woche:
- Pendlerpauschale pro Tag: 20 km × 0,30€ + 5 km × 0,38€ = 7,90€
- Homeoffice-Pauschale pro Tag: 6,00€
In diesem Fall ist die Pendlerpauschale höher. Bei kürzerem Arbeitsweg kann sich die Homeoffice-Pauschale mehr lohnen.
Homeoffice-Pauschale richtig eintragen
In der Steuererklärung trägst du die Homeoffice-Pauschale ein unter:
- Anlage N (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit)
- Zeile 45: „Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer / Homeoffice-Pauschale“
Du trägst die Anzahl der Homeoffice-Tage ein, nicht den Euro-Betrag. Das Finanzamt rechnet dann selbst.
Nachweis der Homeoffice-Tage
Das Finanzamt kann Nachweise verlangen. Führe daher eine einfache Liste mit:
- Datum der Homeoffice-Tage
- Bestätigung des Arbeitgebers (falls vorhanden)
- Kalendereinträge oder E-Mails als Beleg
Werbungskostenpauschale beachten
Wichtig: Die Homeoffice-Pauschale zählt zu den Werbungskosten. Wenn deine gesamten Werbungskosten unter 1.230 Euro liegen, bringt dir die Homeoffice-Pauschale nichts extra – denn der Pauschbetrag wird sowieso angerechnet.
Die Homeoffice-Pauschale lohnt sich daher vor allem, wenn du:
- Viele Homeoffice-Tage hast
- Zusätzlich andere Werbungskosten absetzen kannst
- Einen kurzen Arbeitsweg hast
Homeoffice mit separatem Arbeitszimmer
Hast du ein abgetrenntes Arbeitszimmer, das den Mittelpunkt deiner beruflichen Tätigkeit bildet, kannst du statt der Pauschale die tatsächlichen Kosten absetzen (anteilige Miete, Strom, Heizung etc.).
Das lohnt sich bei hohen Wohnkosten, erfordert aber mehr Nachweise und ein Zimmer, das ausschließlich beruflich genutzt wird.
Berechne deine Pendlerpauschale
Mit unserem Pendlerpauschale-Rechner siehst du, ob sich an Bürotagen die Pendlerpauschale mehr lohnt.
Zum Pendlerpauschale-Rechner →FAQ zur Homeoffice-Pauschale
Kann ich die Pauschale auch als Selbstständiger nutzen?
Ja, auch Selbstständige können die Homeoffice-Pauschale als Betriebsausgabe geltend machen.
Gilt die Pauschale auch bei Kurzarbeit?
Ja, wenn du an Kurzarbeitstagen von zu Hause aus arbeitest, kannst du die Pauschale absetzen.
Was ist mit Arbeitsmitteln im Homeoffice?
Arbeitsmittel (Schreibtisch, Stuhl, Monitor) kannst du zusätzlich zur Homeoffice-Pauschale absetzen – bis 800€ netto sofort, darüber hinaus über mehrere Jahre verteilt.